Wien – Heute wird durch die SPÖ-Mehrheit der verpflichtende Wiener Hundeführschein für bestimmte Rassen im Landtag beschlossen, wodurch von einer weiteren Diskriminierung von Hundehaltern bestimmter Hunderassen in unserer Stadt ausgegangen werden kann, kritisiert der Gemeinderat der FPÖ-Wien, LAbg. Dr. Herbert Madejski.
Aus Sicht der Freiheitlichen darf man Hunde nicht ob ihrer Rasse in gut oder böse einteilen und damit die Halter stigmatisieren. Dies führt nicht etwa dazu, dass sich die Menschen auf der Straße sicherer fühlen sondern zum genauen Gegenteil – denn wenn ein Hund einen Führschein braucht, dann muss er wohl “böse” sein. Das ist es, wie schon die suggestive Fragestellung nach einem verpflichtenden Hundeführschein für “Kampfhunde” bei der scheinheiligen Wiener Volksbefragung bewies, was die Stadtroten erreichen wollen. “Wir fordern weiter einen Hundeführschein für alle Rassen, denn sämtliche angebliche Statistiken von Frau Sima sind aus kynologischer Sicht einfach nicht haltbar”, bekräftigt Madejski die Position der Freiheitlichen und schlägt dabei erneut die Möglichkeit der Einführung eines Gewichtslimits für den Hundeführschein vor.
Schon alleine die Aussage der Stadträtin, dass 25 Prozent aller Hundebisse von den definierten Rassen ausgegangen sind, ist gelinde gesagt ein absoluter Blödsinn. Denn kaum ein “Normalbürger” ist in der Lage, einen Australian Cattle Dog (nicht auf der Liste) von einem Pitbull Terrier (auf der Liste) zu unterscheiden. Weiters wäre ein American Bulldog (ebenfalls nicht auf der Liste) zum Beispiel nicht von einem Dogo Argentino, der auf der Liste steht, zu unterscheiden.
Folglich stellt Madejski die Frage: “Hat immer eine bezichtigte Rasse gebissen?”
Auch die angeblich größere Beißkraft von den, auf die Liste gesetzten Rassen, lässt sich wissenschaftlich nicht untermauern. “Eine der wenigen durchgeführten Studien belegt, dass die Bandbreite innerhalb einer Rasse viel zu stark schwankt, um daraus eine allgemeine Aussage zur Beißkraft treffen zu können. Von vier getesteten Rottweilern kam
der schwächste auf 280kp während der stärkste mit über einer Tonne zu biss”, so Madejski weiter.
Für uns Freiheitliche ist es wichtig, bei allen Hundehaltern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass ein gutes Miteinander nur durch gut erzogene Tiere funktionieren kann. Denn jeder Biss, egal welcher Rasse, ist vermeidbar, wenn sowohl der Hund als auch der Halter eine solide Ausbildung genossen haben.
Quelle: OTS/fpö 19.04.10