Tag Archives: Hundeführschein

Hundehaltung noch nicht ausreichend geregelt – VP-Stiftner

“Der Wiener SPÖ-Stadtregierung ist in dieser Legistlaturperiode nicht gelungen, die Hundehaltproblematik politisch
sozial verträglich zu lösen”, so Wien Umweltsprecher LAbg. Roman in seinem Debattenbeitrag in der heutigen Wiener Landtagssitzung. Zu den zahlreichen legistischen Fehlversuchen gehört auch die Einführung eines Hundeführscheins. “Die Hundeführscheinpflicht ist die schlechteste Regulierungsvariante, die man sich vorstellen
konnte, noch dazu angesichts der Tatsache, dass besonders bissfreudige Hunderassen in der Liste nicht enthalten sind”, so
Stiftner.

Besser als ein Hunderassegesetz wäre es gewesen, die bestehenden Gesetzesbestimmungen, wie etwa die Chippflicht, besser zu exekutieren und die notwendigen Chiplesegeräte anzuschaffen. Zudem sollte nicht die Polizei mit der Überprüfung weiter belastet werden. Diese Aufgabe könnte eine von der ÖVP schon lange geforderte Stadtwache übernehmen.

“Dass man seitens der SPÖ zur Umsetzung derartiger Maßnahmen nicht imstande war, zeigt eindeutig, dass die SPÖ in Wien in letzter Zeit angesichts des Wahlkampfes nur noch auf populistische Husch-Pfusch-Aktionen setzt, und gar nicht mehr daran denkt, seriöse Kommunalpolitik zu betreiben”, schloss Stiftner.

Quelle: ÖVP-Klub der Bundehauptstadt Wien, 24.06.2010

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ÖGV fordert Hundeführschein für alle Rassen und bundeseinheitliche Regelung

Wien – Jetzt melden sich in der Politdiskussion um die Änderung des Wiener Tierhaltegesetzes die Experten zu Wort: Der
größte Hundeschulungsverein Österreichs, der Gebrauchshundessportverband (), begrüßt die Einführung des
Hundeführscheins in Wien. “Die Verpflichtung sollte aber nicht auf wenige Rassen beschränkt sein”, sagt ÖGV-Präsident Josef Pfeffer.
“Für ein konfliktfreies Miteinander in der Großstadt ist es wichtig, dass alle Hundehalter mit ihren Tieren richtig umgehen können.” Auch für die Vollziehung wäre es notwendig die Führscheinpflicht auf alle Hunde auszudehnen. Denn weder Polizisten, noch Magistratsbeamte werden in der Lage sein, Tiere richtig zuzuordnen.

Wenig glücklich ist man beim ÖGV auch über die länderunterschiedlichen Tierhaltegesetze. Es ist wirklich nicht
einzusehen, warum beispielsweise für die in Simmering andere Regelungen gelten, als im benachbarten Schwechat. “Hier muss eine bundeseinheitliche Regelung geschaffen werden”, fordert ÖGV-Präsident Josef Pfeffer.

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Sima/Gsandtner – Verbot von Scharfmachen von Hunden

Wien (OTS) – Mit 1. Juli tritt in Wien der verpflichtende für sogenannte in Kraft. Darüberhinaus wird die Ausbildung von Hunden verboten, die gegen den Menschen gerichtetes Angriffsverhalten beinhalten oder nachstellen. Beides wird am Freitag auf der Tagesordnung im Landtag stehen.

“Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein Hund gegen Personen scharf gemacht werden soll. Jeder Hund hat einen natürlichen Schutzinstinkt, der jedenfalls ausreicht, um Haus, Heim und HundehalterIn, zu beschützen”, so  Umweltstadträtin Ulli Sima. Keinerlei Auswirkungen wird das Verbot auf Polizei, Rettung und Bundesheer haben, denn vom Schutzhundeausbildungsverbot sind Diensthunde des Bundes ausgenommen. Für den privaten Bereich wurde in
Zusammenarbeit mit Tierschutzexperten eine neue Regelung erarbeitet.

“Es ist widersinnig und höchst fahrlässig, einen Hund bewusst als “Waffe” auszubilden und zu gebrauchen”, betont Sima. Denn um einen Hund “scharf zu machen”, muss die Beißhemmung abgebaut werden, dadurch wird die  Unberechenbarkeit und die Gefährlichkeit des Hundes gesteigert. “Die Schutzhundeausbildung für private Hundehalter ist neben dem Sicherheitsaspekt auch aus Gründen des Tierschutzes abzulehnen, so Hermann Gsandtner,  Tierschutzombudsmann der Stadt Wien.

Nichts spricht gegen die sportliche Ausbildung oder den sportlichen Wettbewerb unter Hunden. Unverändert und erlaubt sind daher künftig weiterhin die Gebrauchshunde-Ausbildungen und Prüfungen gemäß der österreichischen Prüfungsordnung des österreichischen Kynologenverbandes. Dabei ist aber zu gewährleisten, dass diese Kriterien der “Österreichischen Prüfungsordnung im Hundesport” gemäß der vom ÖKV veröffentlichten Prüfungsordnung folgen.

“Im Hundesport ist es aber auch enorm wichtig, dass Züchter, Trainer und auch die Hundeabrichteplätze zertifiziert werden und bestimmte Qualitätskriterien einhalten”, betont Sima. Sie lädt daher nach Ostern alle in diesem Bereich Beteiligten zu einem runden Tisch zu diesem Themenfeld.

Quelle: OTS – 24.03.2010

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Verpflichtender Hundeführschein: Keine Ausweitung auf weitere Rassen!

Wien  – Mit 1. Juli 2010 soll in Wien ein verpflichtender für bestimmte Rassen und deren Mischlinge Gesetz werden.

Dazu Dr. Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins: “Die Wissenschaft sagt klar und deutlich, dass es keine so genannten ‘Kampfhunderassen’ gibt. Die Gefährlichkeit eines Hundes kann nur individuell bemessen werden. Ein verpflichtender Führschein für bestimmte – ohnehin schon stigmatisierte Rassen – stellt diese Tiere noch mehr ins Abseits. Sie werden beinahe unvermittelbar und müssen auf Jahre im Tierheim darben.”

Petrovic weiter: “Diese Zwangsmaßnahme auch noch auf weitere Hunderassen auszuweiten, lehne ich ab. Im Wiener Tierschutzhaus verzeichnen wir jetzt schon einen Anstieg an verstoßenen Staffordshire-Terrier-Welpen. Und das Gesetz ist nicht einmal noch in Kraft. Diese Hunde werden ausgesetzt oder abgegeben, weil ihre HalterInnen vielfach als ‘Kampfhundespinner’ angefeindet werden.”

“Staffordshires und Co. haben genauso ein Recht, mit Fürsorge und Respekt behandelt zu werden. Das ist im Wiener Tierschutzhaus eine Selbstverständlichkeit. Aber wer übernimmt die Kosten für diese Verstoßenen?”, so Petrovic. “Der derzeitige Leistungsvertrag zwischen dem Wiener Tierschutzverein und der Stadt Wien würde diese Mehrleistungen nicht abdecken, da unser Tierschutzhaus jetzt schon finanziell hart am Limit ist.”

“Ich will gar nicht annehmen, dass jemand auf die Idee käme, diese Hunde aus Platzmangel einfach euthanasieren zu lassen. Denn das wäre nicht nur ein klarer Gesetzesbruch, sondern würde Österreichs TierschützerInnen mit Sicherheit auf die Barrikaden bringen”, so Petrovic.

“Der Wiener Tierschutzverein unterstützt alle freiwilligen Maßnahmen zur Verbesserung der Mensch-Tier-Beziehung; am besten, wenn diese schon im Kindesalter einsetzen. Zwangsmaßnahmen soll es nur bei Personen geben, die durch ihre rücksichtslose Mitmenschen massiv gefährden oder die ihre Tiere auf Kampf trainieren. Da fordern wir die Abnahme der Hunde sowie Führ- und Haltungsverbote! Weder Pitbull noch Rottweiler oder Schäferhund sind
per se gefährlich, es kommt immer auf den Menschen dahinter an”, schließt die WTV-Präsidentin.

Quelle: OTS – 23.03.2010

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