Wien – “Was Wien braucht, sind ordentliche gesetzliche Regelungen, die sinnvoll und vollziehbar sind und keine Husch-Pfusch Lösungen”, so der VP-Klubobmann Matthias Tschirf beim heutigen Pressegespräch. “Statt eine Expertengruppe einzusetzen, bzw. ein ordentliches Begutachtungsverfahren durchzuführen, versucht die SPÖ im Wahljahr um jeden Preis unüberlegte Schnellschüsse durchzusetzen.”
- Expertenrunde auf Initiative der ÖVP Wien
“Die ÖVP hat hingegen Experten zu einem Gespräch eingeladen, um die fachlichen Einwände zu diskutieren. Ein derartiges Vorgehen hätten sich sowohl die Wienerinnen und Wiener, als auch die Experten von der Roten Stadtregierung gewünscht”, so VP-Tschirf weiter. “Die ÖVP Wien fordert daher von der SP-Stadtregierung umgehend die Einberufung einer Arbeitsgruppe bzw. eines Expertenhearings, bei dem alle offenen Fragen betreffend Vollzug und Sinnhaftigkeit – v.a. der Rassenliste, die jeglicher veterinärwissenschaftlicher Grundlage entbehrt – geklärt werden sollen.
- Tierschutz für SPÖ unwichtig
Völlig ungeklärt sind auch die Regelungen um die “abgenommenen” Hunde. “Die Hunde an sich scheinen der SPÖ völlig egal zu sein. Es ist nicht geklärt, was mit den Hunden geschieht, nachdem sie ihren Besitzern abgenommen wurden. Werden sie eingeschläfert oder ins Tierheim gebracht?” Hier stelle sich auch die Frage nach den Kapazitäten in den Tierschutzhäusern und nach geplanten Unterstützungsaktionen der Stadt. Experten berichten, dass gerade die
als “Kampfhunde” abgestempelten Tiere als nicht mehr vermittelbar gelten und daher mit größter Voraussicht ein Leben lang im Tierschutzhaus bleiben müssen.
- Altersgrenze unsinnig
Obwohl Jugendliche bereits mit 14 Jahren strafbar sind und auch einen Hund halten dürfen, können sie erst mit 16 den Wiener Hundeführerschein machen. “Bedeutet das, dass jeder 15jährige, der einen solchen Hund hat, diesen sofort abzugeben hat oder dass er zwei Jahre lang ohne diesen geführt werden darf?”, so VP-Tschirf zu einer der weiteren
Ungereimtheiten im SPÖ-Gesetzesentwurf.
- Umsetzung verantwortungslos
In einer ÖVP Verantwortung würden solche Regelungen erst sinnvoll und vollzugsgerecht aufbereitet werden, bevor sie im Landtag ankommen. Noch nicht einmal die Qualitätsstandards für die Prüferinnen und Prüfer des Hundeführerschein sind definiert. “Für Stadträtin Sima kommt es nur noch auf einen schnellen Beschluss im Landtag an, was sie auch öffentlich auf ihrer Homepage bekennt – eine Provokation für jeden, der ihre Pläne zur Umsetzung des verpflichtenden Hundeführerscheins kennt!”
“So darf die Umsetzung eines so wichtigen Anliegens der Wienerinnen und Wiener nicht aussehen – hier braucht es ein Zurück zum Start!”, so Tschirf abschließend.
Quelle: OTS – 22.03.2010