“89 Prozent der Wienerinnen und Wiener haben bei der Volksabstimmung für einen Hundeführschein für Kampfhunde gestimmt. Jetzt gibt es Menschen hier im Wiener Landtag, die dieses Votum als ‘Pseudoergebnis’ abtun”, sagt Landtagsabgeordneter Erich Valentin bei der Hundeführschein-Debatte zur Dringlichen Anfrage in der heutigen Landtagssitzung. “Diese Haltung zeigt das eigenartige Demokratieverständnis dieser Fraktionen. Mir fällt dazu nur ein:
schlechte Verlierer!”
Valentin merkt an, dass das ÖVP-regierte Niederösterreich ein viel schärferes und schlechteres Hundehaltegesetz habe: “Der Verfassungsdienst des Bundes hatte beim niederösterreichischen Gesetz einige Einwände. Beim Wiener Entwurf allerdings keinen einzigen!” In diesem Zusammenhang sei eine gegenteilige Behauptung der grünen Klubchefin Vassilakou schlicht falsch. Ebenso falsch sei ihre Behauptung, deutsche Bundesländer würden von solchen Gesetzen abrücken. Im Gegenteil: fast aller deutschen Bundesländer haben solche Hundehaltegesetze, wie wir es auch in Wien haben. Und jene, die noch keines haben überlegen, eines einzuführen. In Deutschland gebe es ähnliche Rasselisten, wie in Wien. Ein Bekannter deutscher Kynologe habe sogar bestätigt, dass das Aggressionspotential bei verschiedenen Hunderassen unterschiedlich stark ausgeprägt sei, betont der SPÖ-Abgeordnete. Aus diesem Grund sei eine Rasseliste auch in Wien notwendig. “Wir Sozialdemokraten denken an die Menschen und nicht nur an das Wahlergebnis, wie andere Fraktionen”, sagt Valentin.
Quelle: SPÖ-Klub Wien, 24.06.2010