Category Archives: Allgemein

VP Holdhaus: Tierschutzkompetenz nicht auf Kosten der Steuerzahler

“Mehr für Tiere ist begrüßenswert, aber die Effizienz neuer Strukturen muss gewährleistet bleiben”, so die Umweltsprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Karin Holdhaus. Es  bestehe nämlich die berechtigte Vermutung, dass das geplante Kompetenzzentrum in der Donaustadt zum einzigen Standort für die Verwahrung von herrenlosen Tieren wird, wenn wie  geplant beide großen Tierschutzvereine dieser Stadt von der Gemeinde bei den  Grundsubventionen ungleich behandelt werden. “Durch die derzeitige Vorgangsweise der   Stadtregierung besteht die Gefahr, dass der Wiener Tierschutzverein ausgehungert wird.”

Die Ankündigung Simas das Kompetenzzentrum in der Donaustadt eher als Streichelzoo zu führen, in dem keine Haltung problematischer Tiere vorgesehen ist, wäre ein weiterer Beleg für diese Befürchtung. Den sicherlich notwendigen Neustart im Wiener Tierschutz langfristig in einen neuen Standort zu konzentrieren und damit den derzeit sehr stark auf das  Spendenaufkommen basierenden privaten Tierschutz zurückzudrängen, könnte nicht nur bald den Tieren schaden, sondern dem Wiener Steuerzahler viel Geld kosten. Laut Simas Konzept kostet ein Tierplatz im neuen Tierschutzkompetenzentrum 20.000 Euro an Investitionskosten, hinzurechnen seien aber hierzu noch die Betriebskosten. Nach Ansicht von Holdhaus kann  daher der Investitions- und Erhaltungbedarf zweier Standorte nicht mit dem derzeitigen Zuschusssystem bezahlt werden.

“Bei dem von Sima angedachten Konzept sind ungleich mehr Aufwendungen für den Tierschutz seitens der Stadt Wien notwendig als bisher, und daher besteht die Gefahr, dass die Stadt Wien  bald eine weitere Erhöhung der Hundesteuer als eine zweckgebundene Einnahme für den Tierschutz durchführen wird”, schloss Holdhaus.

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EU will sich aus dem Tierschutz zurückziehen

Die neue Tierschutzstrategie der Europäischen Union für 2012 bis 2015 stößt bei Tierschützern  auf Widerstand. Wie die international tätige Tierschutzorganisation VIER PFOTEN kritisiert,  mangele es der neuen Strategie an einem konkreten Plan für die einzelnen Tierschutzthemen. Während die Strategie für 2007 bis 2012 noch konkrete EU-Gesetzesvorhaben mit sich brachte, sind diese in Zukunft nicht vorgesehen. Problematiken im Bereich Tiertransporte, Wildtiere,  Tierversuche und Klonen werden in der Strategie gar nicht erst erwähnt. EU-Kommissar John  Dalli signalisiert mit der neuen Strategie einen Rückzug der EU aus dem europäischen  . Verantwortlich sind ab 2014 verstärkt die Mitgliedstaaten. Dies wird laut VIER  PFOTEN vor allem in den südlichen und östlichen EU-Staaten zu Lasten der Tiere gehen.

“Die EU ist nicht länger der Motor des europäischen Tierschutzes”, so das Resümee von Dr.  Marlene Wartenberg, Leiterin des VIER PFOTEN-Europabüros in Brüssel. “VIER PFOTEN wird  sich verstärkt in den Entscheidungsprozess des Europäischen Parlaments einbringen und Kampagnen auf nationaler Gesetzgebungsebene durchführen müssen.” Doch die  Tierschutzorganisation sieht einen Lichtblick: Das neue EU-Tierschutzrahmengesetz, dessen  Planung mit der Einführung der Strategie angekündigt wurde und 2014 vorgelegt werden soll,  könnte die Defizite teilweise auffangen. Einen positiven Aspekt der neuen Strategie sieht VIER  PFOTEN in der besseren Schulung von Personen, die mit Tieren umgehen. Hierfür soll ein  EU-weites Informationsnetzwerk eingesetzt werden. Außerdem sieht die Strategie vor,  bestehende EU-Bestimmungen im Vollzug effizienter durchzusetzen und damit bessere Qualität  in der Umsetzung des bestehenden Tierschutzes herstellen.

Quelle: OTS – 26.01.2012

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TierQuartier Wien

“TierQuartTier Wien”: So wird das neue -Kompetenzzentrum heißen, dass die Wiener Tierschutzstiftung gemeinsam mit der Stadt Wien im Norden Wiens – südlich der Deponie Rautenweg – errichtet. Laut § 30 Tierschutzgesetz hat die Stadt Wien die gesetzliche Verpflichtung, entlaufene, ausgesetzte, zurückgelassene sowie von der Behörde beschlagnahmte oder abgenommene Tiere zu versorgen.

“Damit wir diesen Aufgaben künftig bestmöglich selber und auf Wiener Boden nachkommen können, haben wir intensiv und unter Einbeziehung zahlreicher Experten eine optimale Lösung gesucht. Wir werden die Tierversorgung in Wien künftig auf komplett neue Beine stellen. Gemeinsam mit der Tierschutzstiftung werden wir das finanzieren und errichten und somit ab 2015 eines der modernsten Tierschutz-Kompetenzzentren Europas in Wien haben – es wird dies ein Meilenstein für die Tierversorgung “, gab Tierschutzstadträtin Ulli Sima heute in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Günther Havranek, Stiftungsvorstand der Tierschutzstiftung, bekannt.

“Als Tierschutzstiftung ist es uns eine Freude, dieses Projekt maßgeblich zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass herrenlose Tiere in Wien bestmöglich versorgt werden”, so Havranek.

Langjährige Vorbereitung mit vielen ExpertInnen: Bereits seit 2010 arbeitet die Stadt Wien sehr intensiv an einem Masterplan “Tierversorgung neu” für eine nachhaltige und zeitgemäße Tierversorgung in Wien.

Den Startpunkt bildete im Oktober 2010 das 1. Österreichische Tierheimsymposium mit TierschützerInnen aus ganz Österreich. Die Tierschutzombudsstelle Wien hat in der Folge mehrere Arbeitsgruppen zu Fragen der modernen Tierversorgung ins Leben gerufen. Die Schlussfolgerungen der mehrjährigen intensiven Beschäftigung sind, dass die Stadt Wien die Versorgung der entlaufenen, herrenlosen und beschlagnahmten Tiere künftig selber in die Hand nehmen wird. Konkret wird man sich dabei auf die Versorgung von Hunden, Katzen und Kleintieren wie Hasen, kleinen Vögeln etc konzentrieren.

Patenschaften für Tierliebhaber: Neben der Unterbringung dieser Tieren im TierQuartier Wien ist ab 2015 am Gelände auch ein Hundeschulungsplatz, ein Mehrzweckraum und ein großer Außenbereich mit Spielplatz geplant. Zentraler Ansatzpunkt sind auch Patenschaften, bei der Tierliebhaberinnen und Tierliebhaber Paten werden und die Betreuung von Tieren übernehmen können. “Dieses Modell der aktiven Einbeziehung der Bevölkerung ist in England seit vielen Jahren ein Erfolgsrezept, es spart Personal und Betriebskosten und viele Menschen, die zu Hause kein Tier haben können oder wollen, haben so aktiven Bezug zu Tieren”, erläutert Sima das Prinzip, das es auch in Österreich schon gibt und nun im neuen TierQuartier intensiviert werden soll. Tiere sind durch den permanenten sozialen Kontakt auch in der Folge leichter weiter vermittelbar.

Internationales know how für Wiens Tiere: Geplant hat das TierQuartierWien die englische, auf Planung und Bau von Tierheimen weltweit spezialisierte Firma Agora. “Wir haben uns etliche ihrer Projekte angeschaut und waren begeistert von der Sachkenntnis im Bau von Tierheimen. Unkomplizierte Leitsysteme für die BesucherInnen, kurze Wege für die Angestellten, kratzfeste, unverwüstliche Materialien, schön gestaltete Zwinger, Außenbereiche und Käfige, in denen sich die Tiere wohl fühlen, modernste Quarantänestationen, durchdachte Lüftungs- und  Heizungssystem mit hohem Komfort und Umweltfreundlichkeit – all das hat uns überzeugt”, so Sima.

Spatenstich für das moderne Haus auf dem 10 ha großen Grundstück wird im Frühjahr 2013 sein, die Fertigstellung ist für 2015 geplant. Konzipiert ist das neue Haus für über 150 Hunde  und knapp 300 Katzen sowie Kleintiere. Die Kosten für die Errichtung werden sich auf 15 Mio. belaufen. Das Grundstück befindet sich auf der Breitenleer Straße, Nähe der Kreuzung Süßenbrunner Strasse und ist gut öffentlich mit dem Bus (24A, Station Oberfeld und 86A, Station  Arnikaweg) erreichbar.

Tierschutzstiftung startet Bausteinaktion:  Mit dem heutigen Tag wird von der Tierschutzstiftung eine Spendenaktion für das Wiener Tierschutz-Kompetenzzentrum ins Leben gerufen. Alle, die  den Bau dieses modernen Hauses für die Tiere unterstützen wollen, sind herzlich willkommen -  auch online- zu spenden. Die Wiener Tierschutzstiftung und die Stadt Wien sind Garant für den  ordnungsgemäßen Umgang der Spendengelder im Sinne der Tiere. Jeder der spendet, wird im neuen Hause auf einer Wand verewigt, auch auf der homepage www.tierquartier.at finden sich  die Spenderinnen und Spender, Mindestspende sind 10 Euro. Natürlich ist es aber auch möglich,  als Spender anonym zu bleiben. Für Großspender wird es spezielle Formen des  brandings vor Ort im neuen TierQuarTier geben.

Ziel ist es, rund 5 Mio. Euro via Spenden zu lukrieren, die Stadt Wien wird 10 Mio. Euro  bereitstellen.

“Wir wollen mit möglichst vielen Partnern den herrenlosen Tieren ein neues zu Hause bieten und hoffen dabei natürlich auf die Spendenfreudigkeit der Wiener Tierfreundinnen und Tierfreunde”, so Havranek. Zweck der Tierschutzstiftung ist laut Notariatsakt die “Entfaltung von Tätigkeiten  wodurch die besondere Verantwortung der Gesellschaft für den Schutz des Tieres als   Mitgeschöpf und Lebensbegleiter des Menschen unterstrichen wird. Sichergestellt soll eine artgerechte Haltung werden. Eingetreten wird für die Erhaltung des Lebensraumes von  wildlebenden Tieren, insbesondere der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Ziel ist es, frei von parteipolitischen und weltanschaulichen Einflüssen, Tiere vor Quälerei, Misshandlung,  Überanstrengung, Freiheitsberaubung, nicht artgerechter Behandlung, Haltung und Tötung  sowie vor Missbrauch bei sportlichen Übungen und Prüfungen zu schützen”

“Wir führen mit unserem Engagement auch das Vermächtnis von Dr. Helmut Zilk fort, er war  maßgeblich an der Entstehung unseres Einsatzes im Sinne der Tiere beteiligt”, so Günther  Havranek.

Moderne und ökologische Stromversorgung: Bei der Errichtung des neuen Tierschutz- Kompetenzzentrums zählen neben Tierschutz-Aspekten natürlich auch ökologische Maßstäbe. Die Nachbarschaft zur Deponie Rautenweg hat in dieser Causa für das neue TierQuartierWien  wesentliche Vorteile. Da auf der modernen Deponie Strom aus Gärgasen für 3.000 Haushalte jährlich erzeugt wird, kann das neue Tierschutz-Kompetenzzentrum direkt mit sauberem Strom und auch Wärme versorgt werden. “So schließen wir auch den Bogen zwischen modernem Tierschutz und zukunftweisendem Umweltschutz”, so Tierschutz- und Umweltstadträtin Ulli  Sima abschließend.

o Alle Infos auf www.tierquartier.at

o Spenden-Konto: BAWAG, BLZ 14000, Kontonummer: 07210039672

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Neu 2011 Vetmeduni Vienna Wilhelminenberg

Am im 16. Wiener Gemeindebezirk entsteht ein Forschungszentrum, das die Wiener organismische Biologie international noch wettbewerbsfähiger machen wird. Die Themen reichen von Verhaltensforschung und Evolution bis zur Erforschung physiologischer Anpassungen von Wildtieren an die ökologischen Bedingungen in ihren Lebensräumen.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) schuf die Grundlage für diese Einrichtung, wie sie vom Österreichischen Wissenschaftsrat gefordert wurde. Die Verträge zur Etablierung dieses
Zentrums wurden am 21.12.2010 unterzeichnet und treten zu Jahresbeginn 2011 in Kraft.

“Ich freue mich sehr, die Wissenschafterinnen und Wissenschafter des Konrad-Lorenz-Instituts für vergleichende Verhaltensforschung der ÖAW im Verbund der Vienna willkommen zu heißen, und bedanke mich im Namen des gesamten Rektorates bei unseren Partnern, die uns die Schaffung dieses international hochrangigen Forschungszentrums ermöglicht haben”, so Rektorin Sonja Hammerschmid dazu.

“Die Bündelung der Forschungsagenden der beiden Einrichtungen Vetmeduni Vienna und ÖAW wird die internationale Sichtbarkeit der hervorragenden, im Bereich der integrativen Biologie und Evolution geleisteten wissenschaftlichen Arbeiten in Österreich maßgeblich verbessern”, so Helmut Denk, Präsident der ÖAW. “Hier konnte eine
auch für den Wissenschaftsstandort Österreich richtungsweisende Lösung gefunden werden.”

Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl begrüßt die zwischen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) abgestimmte Schwerpunktsetzung am Wissenschafts- und Forschungsstandort Wien. “Es freut mich, dass nach dem Grazer NAWI-Projekt und dem Wiener High Performance Computing-Projekt in Wien eine weitere Schwerpunktsetzung gelungen ist. Das ist für mich auch in Hinblick auf die Entwicklung des Hochschulplans ein sehr positives Signal”, so die Wissenschaftsministerin. “Mit weiteren Schwerpunktsetzungen zwischen heimischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
kann der Standort Österreich nachhaltig gestärkt werden”, ist Karl überzeugt.

Quelle: OTS

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