Berger Blanc Suisse

Name:

andere Namen: Weißer Schäferhund, Weißer Schäfer

Offizielle Anerkennung: FCI Gruppe 1

Farbravianten: weiß

Widerristhöhe: 55-66 cm

Mittlere Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre

Gewicht: 26-38 kg

Verwendung: Familien- und , aufmerksamer Wächter, freudiger und gelehriger , Schutz- und sowie Blindenführhund und Rettungshund.

Charakter: intelligent, ausgeglichen, selbstsicher, nervenstark, gutartiges Wesen. Benötigt ausreichend körperliche und geistige Beschäftigung

Erbkrankheiten: HD (Hüftgelenkdysplasie), ED (Ellenbogendysplasie), Taubheit, Monorchie (fehlen eines Hodens), Megaösophagus (Speiseröhrenerweiterung)

In den 1880er Jahren besaß Baron von Knigge den weißen Schäferhund „Greif“, der von dem Züchter Friedrich Sparwasser gekauft und mit der Hündin “Lotte” verpaart wurde. Aus dieser Verbindung stammte die Hündin “Lene”, welche nun mit “Kastor” verpaart wurde, woraus dann am 1. Januar 1895 der berühmte “Hektor Linksrhein” mit „weißen Genen“ fiel.

Max von Stephanitz gründete im Jahr 1899 in Karlsruhe den “Verein für Deutsche Schäferhunde” (SV). Als erstes Tier wurde der Rüde “Hektor Linksrhein” mit der Zuchtbuchnummer SZ1 in das Zuchtbuch eingetragen und erfuhr auch noch gleichzeitig eine Namensänderung in “Horand von Grafrath”. “Horand” und dessen Wurfbruder “Luchs Sparwasser” wurden nun bevorzugt als Deckrüden eingesetzt und immer noch war es natürlich, dass viele ihrer Nachkommen die weiße Farbe hatten und sie wurden ganz normal in das Zuchtbuch eingetragen. Bekannte Vertreter waren u. a. “Berno von der Seewiese” und “Hektor von Schwaben”.

Um 1900 herum hielt sich das Königshaus der Habsburger und Hohenzollern einen kleinen Bestand weißer Schäferhunde, die sie auch für sich züchteten. Diese prachtvollen Tiere passten durch ihr äußeres Erscheinungsbild hervorragend zum Ambiente und den Lipizzaner Pferden der Herrschaften.

Der Deutsche Schäferhund wurde mehr und mehr als Diensthund ausgebildet. Im Jahre 1933 wurde die Farbe weiß aus dem Rassenstandard gestrichen, da er nicht gefährlich genug aussah. Alle weißen Welpen wurden sofort nach der Geburt getötet. So kam es, dass es in Europa fast keine weißen Schäferhunde mehr gab.

Einige “Weiße” wurden in die USA und nach Kanada mitgenommen und haben dort eine Zuchtbasis geschaffen, der letztendlich auch die heutige Population in Europa zu verdanken ist. In den Staaten entwickelte sich die Popularität der „neuen“ Rasse, die hier „White German Shepherd” genannt wurde und im AKC noch immer so genannt wird, rasant, während in den europäischen Zwischenkriegsjahren jene weißen Schäferhunde, die in Würfen Deutscher Schäferhunde fielen, mit der Begründung der „Fehlfarbe“ getötet wurden.

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts kam der Weiße Schäferhund nach Europa zurück, und zwar zunächst in die Schweiz. Agatha Burch brachte ihren 1966 geborenen Rüden „Lobo“ aus den USA in die Schweiz mit. Dieser Rüde kann als Stammvater der Rasse in der Schweiz angesehen werden. Aus Verbindungen mit diesem, in der Schweiz registrierten, Rüden, sowie weiteren Importhunden aus den USA und Kanada, wurden die Weißen Schäferhunde allmählich über ganz Europa verbreitet, wo sie heute, über Generationen rein gezüchtet, in großer Zahl leben. Deshalb werden diese Hunde seit Juni 1991 in der Schweiz als neue Rasse im Anhang des Schweizerischen Hundestammbuches (SHSB) geführt.

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