Daily Archives: 7. Februar 2012

Augen auf beim Welpenkauf

Kaufen Sie niemals Welpen oder andere Tiere aus Anzeigen im Internet. Den Parkplatzgeschäftemacher mit Tieren wurde das Leben erschwert, nun boomt der Handel mit Tieren im Internet. Eine große Anzahl an kostenlosen Anzeigen- bzw. Marktplattformen eröffnen wieder Tür und Tor für sogenannte “Privatverkäufer”, die ihre Tiere aus Massenproduktion dort an die Frau/Mann bringen.

Wir gehen mit unserer eigenen Tieranzeigenplattform als Vorreiter und Musterbeispiel voran und nehmen keine Anzeige für Tiere von Privatpersonen auf. Möchte ein INLÄNDISCHER  Züchter seine Tiere inserieren, dann muss er zunächst eine Zwingerkarte oder Züchterausweis vorlegen, damit das Inserat freigeschaltet wird. Angebote von ausländischen Anbietern schalten wir erst garnicht frei, bzw. werden gelöscht. Wir möchten damit ein Zeichen setzen, dass Tiere keine Ware sind, die man mal so zwischen Tür und Angel an die Frau/den Mann bringt. Unsere Tierheime sind voll von Tieren die ein liebevolles zu Hause verdient haben.

Nachstehend ein unlängst in den Medien berichteter Fall, wie es NICHT SEIN SOLL:

300 Euro überwiesen, die Ware nie bekommen. So erging es einem Niederösterreicher, der über die Internetseite kijiji.at einen Hundewelpen kaufen wollte. Auf den ersten Blick völlig unverdächtig, antwortete der Konsument auf ein Inserat von einem vermeintlich österreichischen Händler, der Welpen angeboten hatte.
Nach dem ersten E-Mail-Verkehr hieß es plötzlich, der Welpe komme nicht aus Österreich sondern aus Kamerun. Um den Transport nach Österreich abwickeln zu können, brauchen die Besitzer aber angeblich
eine Anzahlung. Der gutgläubige Konsument überwies 300 Euro. Als dann weitere Aufforderungen kamen, 350 Euro für diverse Impfungen und Papiere und 900 Euro für die Versicherung zu überweisen, wurde der
Mann skeptisch. Doch da war es schon zu spät. “Der Welpe war leider nur ein Lockmittel um an das Geld des Konsumenten zu kommen. Hier handelt es sich um einen klassischen Anzahlungsbetrug. Die 300 Euro sind wohl weg”, erklärt AKNÖ-Konsumentenberater Mag. (FH) Manfred Neubauer und rät: “Wer einen Hund möchte, sollte am besten in ein Tierheim oder einem registrierten Züchter gehen. Wichtig ist ein vertrauenswürdiger Verkäufer, bei dem man das Tier erst einmal kennenlernen kann.”

Darauf sollten Sie beim achten:

Jede Kaufentscheidung sollte gut überlegt sein. Hunde sind Lebewesen, die hohe Anforderungen an ihr künftiges Herrchen/Frauchen stellen. Nehmen Sie sich vor dem Kauf Zeit, den Hund kennenzulernen.
Lassen Sie sich nicht zu einem Kauf drängen. Kaufen Sie keine Welpen über das Internet oder aus dubiosen,
unbekannten Quellen. Kaufen Sie keinen Welpen, ohne das Muttertier gesehen zu haben.

Haben Sie Zweifel, ob ein Angebot seriös ist, können Sie sich an die
Tierschutzombudsstelle in Ihrem Bundesland wenden.

Unterstützen Sie 1atiershop.at und verlinken Sie diesen Beitrag überall dort wo sich Menschen mit Sinn für Gerechtigkeit und finden. Viellicht erreichen wir alle gemeinsam, dass der Gesetzgeber endlich einmal auch hier hart durchgreift und auch die Betreiber solcher Verkaufsplattformen zur Verantwortung zieht. Unfälle können mal passieren, aber züchten ohne Papiere, um Geld damit zu machen, ist genauso verantwortungslos wie eine Massenzucht aus dem Ausland.

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